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17.04.2018

Parchimer Premiere "Kunst" im Malsaal

Yasmina Rezas Welterfolg „Kunst“ am 20. April 2018 um 19:30 Uhr / Erste Premiere mit dem Schauspielensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters im Parchimer Malsaal

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© Silke Winkler

Das Schauspielensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters zeigt ab April 2018 erstmalig am Standort Parchim Inszenierungen, die bereits in Schwerin erfolgreich gespielt werden. Nachdem die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin und die Fritz-Reuter-Bühne bereits das Angebot für die Parchimer Besucher erweitert haben, wird die Vielfalt des Spielplans am Standort Parchim nun durch weitere Inszenierungen bereichert.
Den Auftakt gibt das Schauspiel „Kunst“ am Freitag, den 20. April 2018 um 19:30 Uhr im Parchimer Malsaal.

„Mit der Theaterfusion ist das Parchimer Schauspiel-Ensemble als ‚Junges Staatstheater Parchim‘ für das Kinder- und Jugendtheater im neuen Mecklenburgischen Staatstheater für die beiden Standorte Parchim und Schwerin verantwortlich. Die Träger erhoffen sich durch die Spezialisierung neben wirtschaftlichen Synergieeffekten auch mehr künstlerische Bandbreite und eine größere Strahlkraft des Theaters. Vor allem im Abendspielplan bieten das Schauspielensemble, die Fritz-Reuter-Bühne und die Mecklenburgische Staatskapelle regelmäßig auch in Parchim ein abwechslungsreiches Programm. Auf ausdrücklichen Wunsch des Parchimer Publikums wird aber auch das Ensemble des Jungen Staatstheaters ab und zu noch unterhaltende Abendprogramme in Parchim anbieten“, erklärt Generalintendant und Geschäftsführer Lars Tietje.

„Der Wunsch nach einem abwechslungsreichen Programm ist in der Region ganz klar vorhanden. Kultur darf und sollte nicht vor Stadttoren Halt machen. Umso mehr begrüße ich es, dass die neuen Strukturen funktionieren und die Standorte Parchim und Schwerin gegenseitig voneinander profitieren. Diese erste Premiere mit dem Schauspielensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters im Parchimer Malsaal halte ich für einen gelungenen Anfang, dem hoffentlich noch weitere großartige Inszenierungen folgen werden“, sagt Landrat Rolf Christiansen.

Auch der Theaterförderverein „spot an“ in Parchim begrüßt, dass alle Sparten deutlicher sichtbar werden sollen und dass die spezifischen Bedingungen des ländlichen Raums im Landkreis Ludwigslust-Parchim und darüber hinaus berücksichtigt werden sollen. „Der herausragende Faktor der Theaterarbeit besteht in ihrem Beitrag für das künstlerisch-philosophisch verantwortete Bildungsgeschehen, das den Erwerb demokratischer Handlungskompetenzen fördert und gerade in der Kooperation mit Schulen immer wieder Impulse gibt, die nur aus dem Theater kommen können. Insofern begleitet ‚spot an‘ wohlwollend kritisch-konstruktiv die Arbeit des gesamten Staatstheaters und plädiert für die Verbindung von Kinder- und Jugendbeiträgen mit dem Interesse eines erwachsenen Publikums an Aufführungen der Kinder- und Jugendsparte, und zwar auch in der Parchimer Theatergaststätte als überaus bewährtem Spielort“, bemerkt Wolfgang von Rechenberg, der Vorsitzende des Fördervereins.

Mit der Komödie „Kunst“ ist das Schweriner Schauspielensemble das erste Mal in Parchim zu erleben. Der französischen Dramatikerin Yasmina Reza gelang damit ihr erster großer Welterfolg. Die Inszenierung dieser bitterbösen Komödie von Schauspieldirektor Martin Nimz hat in Schwerin bereits im E-Werk und im Großen Haus das Publikum begeistert. Nicht umsonst sind die Werke der Schriftstellerin, Schauspielerin und Regisseurin Yasmina Reza die weltweit meistgespielten. Ihre Komödie „Kunst“ spielt scharfsinnig und humorvoll mit gesellschaftlichen Konventionen – und legt die Abgründe hinter der Fassade aufgeklärter Bürgerlichkeit offen.

Zum Stück: Der gut situierte Dermatologe Serge hat sich für einen sechsstelligen Betrag ein Gemälde gekauft: 1,20 x 1,60 Meter groß, weiße Streifen auf weißem Untergrund. Sein Freund Marc ist entsetzt. Ihr gemeinsamer Freund Yvan hingegen versucht, es sich mit keinem von beiden zu verderben und bezieht vorsichtshalber erstmal gar keine Stellung.
Doch dann entbrennt an der grundsätzlichen Frage, was Kunst ist, ein erbitterter Streit. Endlich scheint es an der Zeit, sich in wahnwitzigen Wortgefechten alles zu sagen, worüber in den fünfzehn Jahre dieser Männerfreundschaft bewusst geschwiegen wurde. Bewaffnet mit einem schier unerschöpflichen Vorrat verbaler Munition schießt jeder gegen jeden.

Karten unter: Tel. 0385 53 00-123 oder
kasse@mecklenburgisches-staatstheater.de
www.mecklenburgisches-staatstheater.de